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... und das sagt Wassily Leontief (Träger des Nobelpreises für Wirtschaft von 1973) über Agrarökonomen


Aus unserer Arbeit:

Zur Wirtschaftlichkeit von Kurzumtriebsplantagen
Mathias Kröber, Dr. Klaus Hank, Prof. Dr. Peter Wagner

Eine anhand von Literaturdaten durchgeführte Wirtschaftlichkeitsanalyse des Anbaus schnell wachsender Baumarten in Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen deutet darauf hin, dass dieser derzeit für sich betrachtet zwar in der Mehrzahl der Fälle wirtschaftlich ist, verglichen mit um die Fläche konkurrierenden Früchten allerdings kaum bestehen kann.
Auch im Bereich der Energiepflanzenproduktion bestimmt die Wirtschaftlichkeit eines Produktionsverfahrens in entscheidendem Maße darüber, ob es sich in der landwirtschaftlichen Praxis durchsetzt oder nicht über den Status des Versuchsanbaus hinauskommt. Anhand von Literaturdaten wurde die Wirtschaftlichkeit des Anbaus schnell wachsender Baumarten in Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen mit unterschiedlicher Bodenqualität ermittelt.
Zur Berechnung wurden sämtliche, während einer angenommenen Nutzungsdauer von 21 Jahren im Zusammenhang mit der Anlage einer Pappelplantage anfallenden, Kosten und Leistungen zusammengestellt und unsichere Variablen durch, aus den Literaturdaten gewonnene, Verteilungen beschrieben. Anschließend wurden im Rahmen einer Monte-Carlo-Simulation für zwei Szenarien (mittlerer und besserer Standort) 8.000 Fälle berechnet, wobei der Kapitalwert, der sich unter dem Einfluss der für jeden Fall und jede Zufallsvariable gezogenen Realisationen und einem Kalkulationszinssatz von sechs Prozent ergab, nach dem Annuitätenmodell über die Nutzungsdauer verrentet wurde. Die solcherart ermittelten Annuitäten stellen den über die Nutzungsdauer zu erwartenden durchschnittlichen kalkulatorischen jährlichen Gewinn dar.
- Beim Vergleich der beiden Szenarien wird deutlich, dass auf mittleren Standorten die Annuität in der Mehrzahl der Fälle keinen positiven Wert erreicht. Das Minimum liegt bei -189 €/ha, das Maximum bei 125 €/ha, das arithmetische Mittel allerdings mit -34 €/ha im negativen Bereich. Nur etwa 4 Prozent der ermittelten Annuitäten erreichen Werte von 50 €/ha und mehr. Anders stellt sich die Situation auf besseren Standorten dar. Hier liegen alle berechneten Annuitäten im positiven Bereich. Der Minimalwert beträgt 31 €/ha, das Maximum liegt bei 384 €/ha und das arithmetische Mittel bei 209 €/ha. Über die Hälfte der Annuitäten betragen 200 €/ha und mehr.
Um eine Aussage zur Anbauwürdigkeit der Feldgehölze treffen zu können, müssen die Ergebnisse jedoch auch mit um die Fläche konkurrierenden Ackerkulturen verglichen werden. Beim Vergleich mit dem Anbau von Wintergerste ergibt sich folgendes Bild: Auf besseren Standorten erzielt die Wintergerste bei einem Ertrag von 70 dt/ha und einem Preis von 20 €/dt einen kalkulatorischen jährlichen Gewinn von 480 €/ha und ist damit der Pappel deutlich überlegen. Beim momentanen Agrarpreisniveau ist das Produktionsverfahren Energieholz im Vergleich zum Getreideanbau nicht konkurrenzfähig. Dazu müsste der Preis für Holzhackschnitzel auf mindestens 115 €/t(atro), also um knapp 25 %, steigen.
Vorteile könnten Kurzumtriebsplantagen allerdings auf hoffernen Klein- und Splitterflächen bieten, da sie über die Jahre - verglichen mit Getreidekulturen - relativ wenig Aufwand für Bestandesführung und Pflege bedürfen. Auch die Ernte erfolgt nur alle drei bis fünf Jahre.

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09.05.2012, kh