Professur für Landwirtschaftliche Betriebslehre
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Zu vergebende Diplom-/Bachelor-/Master-arbeitsthemen

an der Professur für Landwirtschaftliche Betriebslehre

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Aufgabe für eine Bachelor- bzw. Masterarbeit
in Zusammenarbeit mit dem IPK Gatersleben, Ansprechpartner im IPK: Dr. Joachim Keller:
Ein bestehendes Software-Tool des IFPRI Washington zur ökonomisch-technologischen Einschätzung von Arbeitsvorgängen bei der Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen in Genbank-Sammlungen ist hinsichtlich seiner Aussagefähigkeit unter deutschen Bedingungen zu testen und an die veränderten Anforderungen einer neuen Methode der Tieftemperaturlagerung zu adaptieren. Dazu sind im IPK Gatersleben am Beispiel der Modellfruchtart Knoblauch die Arbeitsschritte von Standardabläufen zu analysieren und so zu verarbeiten, dass sie mit dem Tool erfasst werden können. Auf Basis der Toolanwendung ist ein ökonomisch-technologischer Vergleich verschiedener Erhaltungsstrategien (Feld / Gewebekultur / Tieftemperaturlagerung) vorzunehmen.

Themen in Zusammenarbeit mit Raiffeisen Münster:
  Allgemein
  1. Daten- und Belegflüsse rund um die Landwirtschaft
  2. Dokumentationserfordernisse in einzelnen Betriebszweigen.
  Internet
  3. Online-Beratungsmodule im Agrarbereich
  4. Usability-Studie für die Online-Schlagkartei Agrar-Info
  Ackerbau
  5. Einführung einer Onlinelagerliste für Pflanzenschutzmittel
  6. Zukünftige Bedeutung der Qualitätssicherungssysteme QS und EurepGAP in der Landwirtschaft
  Tierproduktion
  7. Vorteile des Interneteinsatzes in Veredlungsbetrieben
  8. Erfolgreiche Fütterungsberatung im Internet
Alle Diplomarbeiten werden pauschal mit 500 Euro honoriert und können/sollten mit einem Firmenpraktikum verbunden werden.

Stabilität von Ertragskarten
Ertragskarten variieren von Jahr zu Jahr, von Frucht zu Frucht und darüber hinaus in Abhängigkeit von den Vorfrüchten. Ein wichtiger Beitrag für die Zukunft von Precision Farming ist es, solche Ertragskarten hinsichtlich erkennbarer, wiederholbarer und nachvollziehbarer Muster zu analysieren. Darüber hinaus sind Techniken und Vorgehensweisen zur "Normalisierung" solcher Ertragskarten von Bedeutung.
Zusammenarbeit mit AGRICON (Leithold).

Potenziale von Precision Farming im Großbetrieb
Darstellung des tatsächlichen Einsatzumfanges und der Effekte von Precision Farming-Technologie auf einem Großbetrieb mit dem zur Zeit möglichen Einsatzumfang. Vergleich der Varianten mit dem "Nicht-EInsatz" von Precision Farming-Technologien zur Auslotung der Potenziale. Thema weitgehend offen für weitere Ideen
Zusammenarbeit mit SÜDZUCKER Betrieb Zschortau (Dr. Vierling).

Entwicklung einer Methodik zur Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit von nachwachsenden Rohstoffen
Bedeutung und Einsatzmöglichkeiten von nachwachsenden Rohstoffen sollen herausgearbeitet werden (eine Beschränkung auf Sachsen-Anhalt ist möglich), darüber hinaus empirische Analyse in landwirtschaftlichen Betrieben. Damit verbunden wirtschaftliche Beurteilung möglicher Verwertungsvarianten für den Betrieb (Verpackungen, Bioäthanol, Verbrennung, Biodiesel, Biogas usw.). Berechnung von Break Even (Wirtschaftlichkeitsschwellen).
Unterstützung durch die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (Dr. Rust).

NORM-Maschinenkosten im Zuckerrübenbau in Abhängigkeit von Betriebstyp und -größe sowie Organisation des Maschineneinsatzes
Für ein wirkungsvolles Controlling der Kosten des Maschineneinsatzes sind Normwerte erforderlich. Diese Normwerte sind vielfach zu allgemein gehalten, als dass sie im konkreten Fall aussagefähig wären. Im Vordergrund steht also die Erarbeitung von Normdaten in Abhängigkeit verschiedener betrieblicher Konstellationen.
Zusammenarbeit mit der eingetragenen Genossenschaft Börde in Rottmersleben (Herr Pasewald) und KTBL.

Auswirkungen von agrar-, förder- und energiepolitische Rahmenbedingungen auf den Anbau, die Nutzung und die Verwertung von Biomasse aus schnell wachsenden Baumarten
Analyse, detaillierte Erhebungen und Darstellung zu den allgemeinen Rahmenbedingungen und nationalen Möglichkeiten zur Unterstützung des Anbaus und der Verwertung von Biomasse aus schnell wachsenden Baumarten Erfassung der mit diesem Wandel der Landnutzung in Verbindung stehenden Eingriffe in die landwirtschaftliche Wertschöpfung und in die bisherige Betriebsführung (wirtschaftliche, rechtliche, speziell förderrechtliche, Überlegungen zur langfristigen Einordnung relevanter Flächen) Wirtschaftliche Kalkulationen zur existierenden förderrechtlichen Begleitung und zur Kompensation von Ertragseinbußen; Szenarienrechnungen zur Wettbewerbsfähigkeit mit und ohne Förderwirkungen Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit des Anbaus von nachwachsenden Rohstoffen in Deutschland gegenüber konkurrierenden Regionen und Ländern Erfassen und Charakterisieren der fördernden und hemmenden Faktoren für eine weitere Steigerung der Nutzung von Energie aus Biomasse

Neue Kooperationsformen in der Landwirtschaft: Die New Generation Cooperatives
In den USA und teilweise bereits auch in den skandinavischen Ländern wird wirtschaftlich erfolgreich eine neue Kooperationsform praktiziert, die eine weitergehende und vor allen Dingen engere Zusammenarbeit von Landwirten voraussetzt: Die New Generation Cooperatives. Auf Basis vorhandener Literatur sollen an Hand von Fallstudien Erfolgspotenziale heraus gearbeitet werden. Zusätzlich ist die Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse zu prüfen.
Zusammenarbeit mit dem Institut für Genossenschaftswesen (Dr. A. Schmidt).

Kosten der Bereitstellung von landwirtschaftlichen Rest- und Nebenprodukten zur Energienutzung
Eine Reihe landwirtschaftlicher Rest- und Nebenprodukte wie Stroh, Holz, Festmist und Gülle können energetisch genutzt werden. Die Energiedichte ist jedoch in der Regel deutlich niedriger als die fossiler Brennstoffe. Kann thermische Energie aus landwirtschaftlichen Rest- und Nebenprodukten zu gleichen Preisen je Energieeinheit bereitgestellt werden wie aus fossilen Brennstoffen?
Zusammenarbeit mit dem Universitätszentrum für Umweltwissenschaften (Dr. Anton)

Nutzungspotenzial von Schleppern
Zur Beurteilung der Schlepperkosten sind im Planungsprozess realistische Annahmen über die zu erwartende Nutzungsdauer erforderlich. Das KTBL-Taschenbuch gibt für Schlepper grundsätzlich ein Nutzungspotenzial von 12 Jahren oder 10.000 h an, doch sind diese Annahmen realistisch? Dies soll durch eine schriftliche Befragung von Landwirten überprüft werden.
Zusammenarbeit mit dem Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer (VSZ)

 

 pw (24.02.2009) [ TOP