TUM-Logo PROFESSUR FÜR UNTERNEHMENSFORSCHUNG UND INFORMATIONSMANAGEMENT

85350 Freising-Weihenstephan
Prof. Dr. Peter Wagner
http://www.weihenstephan.de/ui/
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Datentransfer von der mobilen Prozesstechnik
in eine Leistungs- und Kostenrechnung

Peter Wagner, Hubert Linseisen, Christian Augsburger

Im Rahmen des Forschungsvorhabens Informationssystem kleinräumige Bestandesführung (IKB-Dürnast) der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) werden von der Professur für Unternehmensforschung und Informationsmanagement der TU München in Freising-Weihenstephan zwei Teilprojekte bearbeitet. Entwickelt werden soll ein Informationssystem zur teilflächenspezifischen Pflanzenproduktion unter besonderer Berücksichtigung einer Leistungs-Kostenrechnung.

Das Datenflussdiagramm zeigt die benötigten Daten, Datenströme und Softwaretools eines Informationssystems für den Sensor-Ansatz mit Kartenüberlagerung zur teilflächenspezifischen Pflanzenproduktion.

Dieses Informationssystem kann in vier Untereinheiten eingeteilt werden:

Obenstehendes Schaubild zeigt am Beispiel der N-Düngung zum Zeitpunkt EC 31 einen Ausschnitt aus der gesamtbetrieblichen Datenbank. Dargestellt werden die für eine Ist-Leistungs-Kostenrechnung (LKR) benötigten, durch das stationäre GIS aufbereiteten Daten der mobilen Prozesstechnik.

In der dazugehörigen Datentabelle sind die Buchungen für die LKR mit der entsprechenden Kontierung und Zuordnung von Datum, Prozess, jeweiligem Anbau, Kostenstelle (KS), Kostenträger (KT), Kostenart (KA) und Menge sowie die eingesetzte Hilfskostenstelle (HiKS) dargestellt. Zum besseren Verständnis sind den Kontennummern die jeweiligen Kontenbezeichnungen hinzugefügt.

Der Prozess kennzeichnet in diesem Zusammenhang die jeweils durchgeführte Maßnahme (hier: N-Düngung bzw. Mähdrusch). Mit Hilfe des Anbaus (jährlicher Fruchtfolgeplan) kann über die jeweilige Kostenstelle (D-23) auf den Kostenträger (Winterweizensorte Flair) geschlossen werden.

Der gesamte Schlag - hier mit der Kostenstellennummer '1123' - ist in einzelne Unterkostenstellen (UKS) unterteilt, welche die kleinste Erfassungseinheit für Kosten und Leistungen darstellen. Diesen UKS werden die einzelnen teilflächenspezifisch zu erfassenden Aktivitäten bzw. Kostenarten (gestrichelte Linie) - im Beispiel die Aufwandmengen des ausgebrachten KAS-Düngers sowie am Ende der Datentabelle die Ernteleistungen - mittels DGPS zugeordnet. Andere Kostenarten werden nur für den gesamten Schlag erfasst (durchgezogene Linie). Dazu gehören die Maschinen- und Arbeitskosten, die über die erfassten Maschineneinsatz- und Arbeitszeiten ermittelt werden.

Auswertungsrechnungen können auf unterschiedlichen Aggregationsstufen durchgeführt werden. So können UKS beispielsweise aufgrund vergleichbarer bzw. ähnlicher N-Dünger-freier-Leistungen zu Teilschlagklassen zusammengefasst werden. Ebenso sind Auswertungsrechnungen für den Gesamtschlag und den gesamten Betrieb möglich.

 


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23.11.1999, ca