Anpassungsstrategien spezialisierter Marktfruchtbetriebe in Hinblick auf mögliche Veränderungen der EU-Agrarreform

Peter Wagner(1)

West- und Mitteleuropa erfreuen sich dank des Golfstromes eines milden Klimas, wesentlich milder als andere Zonen gleichen Breitengrades. Das hat den unschätzbaren Vorteil, daß unsere Kulturpflanzem aufgrund der relativ nördlichen Lage von langen Sommertagen und kurzen -nächten profitieren. In Verbindung mit den guten Böden vieler Regionen stellen diese Standorte absolut die besten Voraussetzungen für den Ackerbau dar, die - unter vergleichbaren Bedingungen - jeder Konkurrenz gewachsen sein dürften. Die gute natürliche Wasserversorgung gestattet hohe Hektarerträge ohne kostentreibende künstliche Bewässerung und ermöglicht prinzipiell eine Produktion zu geringen, am Weltmarkt wettbewerbsfähigen Stückkosten.

Vor dem Hintergrund des sichersten Wachstumsmarktes der Welt - die Weltgetreidenachfrage wird sich nach verschiedenen Schätzungen in der nächsten Generation mehr oder weniger verdoppeln, dies gilt selbstverständlich auch für andere pflanzliche Produkte - scheinen die Bedingungen für Marktfruchtbetriebe in den begünstigten Regionen Mittel- und Westeuropas ideal.

Dennoch erleiden Marktfruchtbetriebe gegenwärtig den größten Einkommensdruck seit Jahren. Das Problem rührt also nicht von den natürlichen Standortgegebenheiten her, sondern liegt woanders: Die Agrarstrukturen in weiten Teilen der EG erlauben keine effiziente Erzeugung. Zu viele Betriebe mit einer im Vergleich zur Arbeits- und Kapitalaustattung unzureichender Flächenbasis erlauben keine Erzeugung von Agrarprodukten zu Weltmarktpreisen. Dieser Nachteil wird durch den strukturkonservierenden Charakter der gegenwärtigen Agrarpolitik der EU weiter verschärft.

Ein Hauptziel dieser Politik war, den Wünschen der internationalen Handelspartner zu entsprechen (KOESTER, 1994, S.8). Dies sollte erreicht werden durch die Senkung der Interventionspreise für Marktordnungsprodukte und die Stillegung von Flächen. Die daraus zu erwartenden Einkommenseinbußen für Landwirte sollten durch flächen- und tierbezogene Transferzahlungen wieder ausgeglichen werden. Die bestehenden agrarstrukturellen Probleme wurden hierdurch in keiner Weise angegangen. Ob die zukünftige Agrarpolitik Verbesserung bringen wird, darf bezweifelt werden: Zum Thema "Weiterentwicklung der Agrareform" findet sich im Agrarbericht der Bundesregierung lediglich ein Plädoyer zur Vereinfachung der Durchführung der Agrareform. Es wird keine Veranlassung gesehen, die wesentlichen Eckpunkte der Reform zu ändern (Agrarbericht 1994, S.89). Unabhängig davon wurden und werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert (vgl. WILLER, 1993, S.356ff).

Aus der Sicht der Agrarverwaltung fordert PAHMEYER (1994, S.6) - ebenfalls im Sinne der Vereinfachung der Reform - betriebsbezogene Ausgleichszahlungen, bemessen an den geleisteten Ausgleichszahlungen in einem Basisjahr, etwa 1994.

Der sich hier verbergende Ansatz, die Ausgleichszahlungen personengebunden erfolgen zu lassen, orientiert sich am "Dänischen Modell" (vgl. WILLER, 1993, S.358). Dem Sozialkriterium wäre Genüge getan, der pachtpreistreibende Effekt der jetzt flächengebundenen Ausgleichszahlungen wäre beseitigt, der Strukturwandel würde erleichtert, weil Viehabstockung und Landabgabe keine Prämienkürzung der Ausgleichszahlung zur Folge hätte. Ebenfalls wäre eine solche Lösung produktionsneutral, da die Ausgleichszahlungen dann unabhängig von Bewirtschaftungsform und Produktionsumfang gezahlt würden.

KOESTER fordert eine stärkere Liberalisierung der Agrarpolitik, also die Aufhebung von Beschränkungen im internationalen Handel. Nur so könne den GATT-Vereinbarungen entsprochen werden (KOESTER, 1994, S.13). Dies würde eine Aufhebung aller mengenbegrenzenden Maßnahmen und die Anpassung der Inlandspreisrelation an die Weltmarktpreise erfordern. Übergangsweise seien Transferzahlungen denkbar, allerdings nur, wenn sie produktionsneutral, an Sozialkriterien gebunden und zeitlich befristet seien (KOESTER, 1994, S.12).

Es kristallisieren sich im Prinzip als Alternativen ein "Marktwirtschaftliches Beihilfesystem" und das tatsächlich realisierte System der "Flächen- und tierbezogenen Preisausgleichszahlungen" heraus. Die unterschiedlichen Verteilungs- und Allokationseffekte sind in Übersicht 1 dargestellt. Aufmerksamkeit weckt u.a. die unterschiedliche Behandlung der Bodeneigentümer durch die beiden konkurrierenden Ansätze.

Übersicht 1: Verteilungs- und Allokationseffekte verschiedener Beihilfesysteme (in Anlehnung an WILLER, 1993, S.353)
Marktwirtschaftliches Beihilfesystem mit Sozialaspekt (befristete personen- oder betriebsbezogene Ausgleichszahlungen) Flächen- und tierbezogene Preisausgleichszahlungen (jetzige Lösung)
Verteilungswirkung - sinkende Pacht- und Bodenpreise - Erhöhung/Stabilisierung der Pacht- und Bodenpreise auf hohem Niveau
- Benachteiligung der Bodeneigentümer - Begünstigung der Bodeneigentümer
- Vorteile für Bewirtschafter - Nachteile für Bewirtschafter
Allokationswirkung - Verlagerung der Produktion an den günstigsten Standort; Forcierung des Strukturwandels - (Vorübergehende) Konservierung der Produktionsstrukturen
- Rasches Ausscheiden von Grenzertragsböden bzw. andere Nutzung - Begünstigung einer flächendeckenden Landbewirtschaftung

Eine Prognose der Ausrichtung zukünftiger EU-Agrarpolitik ist nicht möglich. Langfristig jedoch scheint der bereits eingeschlagene Weg in eine stärkere Liberalisierung zu münden, die Anpassungsreaktionen der verbleibenden Betriebe erforderlich machen. Die Situation der Marktfruchtbetriebe wird sich durch eine wie auch immer geartete "Reform der Reform" nicht verbessern, eine Verbesserung kann nur aus eigener Kraft und unternehmerischem Antrieb erreicht werden.

Zunächst soll speziell auf Reaktionsmöglichkeiten von Marktfruchtbetrieben als Folge sinkender Produktpreise eingegangen werden, um anschließend allgemeiner auf mögliche Entwicklungen in der Landbewirtschaftung als Folge sinkender Produktpreise aufzuzeigen.

Reaktionsmöglichkeiten von Marktfruchtbetrieben als Folge sinkender Produktpreise

In Abbildung 1 sind - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - Anpassungsmöglichkeiten für Marktfruchtbetriebe bei sinkenden Produktpreisen dargestellt. Hier sei nur kurz auf die verschiedenen Optionen eingegangen, eine ausführlichere Diskussion findet sich bei KUHLMANN (1993, S.104ff). In der Abbildung sind Strategien (in den Boxen) und Optionen (Aufzählung) aufgelistet. Die dargestellten Einzeloptionen sind jeweils trennscharf bestimmten Strategien zugeordnet. Diese Zuordnung ist allerdings in vielen Fällen nicht zwingend. So ließe sich etwa die Option "tierische Veredlung auf Eigenfutterbasis" unter der Strategie "Erschließung alternativer Einkommensquellen" genausogut unter der Strategie "Erhöhung des Wertschöpfungsanteils" positionieren; damit wäre aber die eigentlich intendierte Aussage, nämlich daß dies ein völlig neues Produktionsverfahren für den Betrieb darstellt, nicht mehr so klar erkennbar.

Wie aus der Abbildung ersichtlich, besteht zunächst die Möglichkeit, die ökonomische Effizienz der Produktion zu verbessern und/oder alternative Einkommensquellen zu erschließen. Letzteres wird immer dann der Fall sein, wenn aus verschiedenen Gründen Ersteres nicht mehr möglich erscheint.

Abbildung 1: Anpassungsmöglichkeiten für Marktfruchtbetriebe bei sinkenden Produktpreisen

Bei der Verbesserung der ökonomische Effizienz ist zu unterscheiden zwischen der Erhöhung der Wertschöpfung i.w.S.(2) und der Erhöhung des Wertschöpfungsanteils. Eine Erhöhung der Wertschöpfung i.w.S. läßt sich zum einen durch Senkung der Kosten (geringere Vorleistungen), zum anderen aber auch durch höhere Erlöse (höherer Produktionswert) erreichen.

Bei den Kosten kann nach Maßgabe der ertragsabhängigen und der ertragsunabhängigen Kosten unterschieden werden. Flächengebundene, ertragsunabhängige Kosten entstehen für Teile des Materialeinsatzes (z.B. Saatgut) und für einen Teil des Arbeits- und Maschineneinsatzes (z.B. Pflügen). Ertragsabhängige Kosten hingegen steigen proportional mit dem Flächenertrag, sie entstehen beispielsweise für Düngung, Teile des Pflanzenschutzes und auch für Teile der Arbeitserledigungskosten, also etwa des Arbeits- und Maschineneinsatzes bei der Düngung oder beim Pflanzenschutz. Die flächengebundenen Kosten sind i.d.R. bei den heutigen intensiven Produktionsverfahren vergleichsweise hoch. Da sie völlig unabhängig vom später erzielten Ertrag anfallen - im Extremfall, etwa bei Auswinterung, fallen sie auch an wenn überhaupt kein Ertrag realisiert wird - ist es unabdingbar hohe Erträge zu erzielen. Nur dann können die Stückkosten niedrig bleiben. Wegen dieses Umstands ist es, salopp gesagt, immer günstiger, 80 Dezitonnen Weizen auf einem Hektar zu produzieren als auf zwei Hektar.

Zu den einzelnen Optionen. Die ertragsabhängigen Kosten lassen sich auf mindestens dreierlei Art und Weise beeinflussen. Die Vermeidung von Verschwendung von Produktionsfaktoren bedeutet in erster Linie den sach- und vor allem zeitgerechten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Hierbei können computergestützte Planungs- und Überwachungstechniken helfen. Dies hat neben dem ökonomischen Effekt auch positive ökologische Konsequenzen. Der Frage nach der Senkung der speziellen Intensität bzw. der Organisationsintensität ist weiter unten ein spezieller Abschnitt gewidmet.

Auch bei den ertragsunabhängigen Kosten bestehen vielerlei Möglichkeiten. Verhandlungen über die Senkung der Pachtpreise bieten sich überall dort an, wo anderenfalls Standorte brachfallen würden. So existieren in Hessen beispielsweise Regionen, in denen über 80% Sozialbrache zu finden sind (vgl. WAGNER, 1994b). Für viele Betriebe stellen Pachtaufwendungen einen beträchtliche Position dar, in manchen Fällen übersteigen die Pachtausgaben sogar die Einnahmen aus den Prämien der EU-Agrarreform. Um einen Eindruck der Größenordnung der Pachtzahlungen zu erhalten, sind diese einmal als Anteil der Nettowertschöpfung bzw. des Gewinns in Übersicht 2 dargestellt. Für den Sektor Landwirtschaft ist ersichtlich, daß die Pachtzahlungen über 13% der Nettowertschöpfung ausmachen. Noch gravierender ist der Vergleich zwischen Gewinn und Pachtzahlungen aus betrieblicher Sicht. Als Pachtpreise wurden für die Alten Länder 511 DM/haLF und für die Neuen Länder 196 DM/haLF angenommen. Für Marktfruchtbetriebe in den Alten und insbesondere in den Neuen Bundesländern zeigt sich, daß die gezahlten Pachten eine erhebliche Bedeutung haben. Eine Halbierung der Pachtpreise unter sonst gleichen Bedingungen hätte eine Gewinnsteigerung von fast 14% in den Alten bzw. fast 21% in den Neuen Bundesländern zu Folge.

Übersicht 2: Anteil der Pachtzahlungen an Nettowertschöpfung und Gewinn in der Landwirtschaft Wj.92/93
(1) (2) (3) (4) (5)
Sektorale Betrachtung Pachtzahlungen (DM) Nettowertschöpfung (DM) Anteil (3) an (4)
Landwirtschaft insgesamt ABL 2 431 542 000 24 735 000 000 13,2
NBL 821 035 000
Einzelbetriebliche Betrachtung Pachtzahlungen (DM) Gewinn (DM) Anteil (3) an (4)
Marktfrucht, Vollerwerb ABL 13 608 49 594 27,5
NBL1) 35 294 85 358 41,3

1) Einzelunternehmen

Quelle: Agrarbericht 1994, eigene Berechnungen nach Tabellen 10 und 22 sowie S.181ff und S.280ff

Den Lohnunternehmereinsatz zu erhöhen bietet sich überall dort an, wo hohe Nutzungskosten der Arbeit in den jeweiligen Zeiten anfallen und/oder genügen große, eigene Maschinen nicht ausgelastet werden können, also Nutzungspotential brachliegt.

Maschinen und Arbeit sind in vielen Fällen nicht optimal genutzt. Eine sinkende Hektarbelastung mit Arbeits- und Maschinenkosten ist vielfach durch "maschinengerechtere" Feldstücke, sowohl von der Form als auch von der Größe her zu erreichen. Dies ist auch ein Problem der in der Einführung angesprochenen Agrarstruktur und sicherlich in den "Alten Ländern" ein größeres als in den "Neuen Ländern". Aber auch zu große Feldstücke sind zu bemängeln. Wenn beispielsweise die Schlaglänge keine Entleerung des Bunkers der Erntemaschine am Feldrand zuläßt (etwa bei Zuckerrüben), so daß ein Begleitfahrzeug incl. Arbeitskraft erforderlich ist, sind hier sicherlich Möglichkeiten der Kosteneinsparung gegeben.

Der Einfluß der Finanzierung schlägt im Durchschnitt mit 16% des Wirtschaftserfolges zu Buche (SEUSTER, 1995, S.61). Dies hat zur Folge, daß bei einem unterstellten Gewinn das Betriebsergebnis um ± 8000 DM schwanken kann, je nachdem, ob richtige oder falsche Finanzierung vorliegt.

Die Senkung der ertragsunabhängigen Arbeitserledigungskosten korrespondiert mit dem Einsatz der (vorhandenen) Maschinen auf mehr Fläche. Gelingt die Reduktion dieser Kosten, so werden Kapazitäten frei. Die Senkung der ertragsunabhängigen Kosten kann - wie gesagt - durch "maschinengerechtere" Feldstücke erfolgen sowie allen Möglichkeiten zur Reduktion der Wendezeiten. Weitere Möglichkeiten existieren. Beispielsweise in der Reduktion der Hof-Feld-Entfernung durch Arrondierung, in der Wegeplanung zur Senkung der An- und Abfahrtszeiten und der Transportkosten, oder in der Vermeidung unnötiger Rüstzeiten (Stichwort "Systemschlepper" anstelle von Universalschlepper). Diese Maßnahmen allein bringen aber noch keinen wirtschaftlichenVorteil; dieser entsteht erst, wenn die freigewordenen Kapazitäten anderweitig einer ökonomisch sinnvollen Tätigkeit zugeführt werden können.

Eine Erhöhung des Umsatzes kann (bei gleichbleibender Produktpalette) durch Intensitätssteigerung oder Betriebsvergrößerung erreicht werden. Dies ist bei nicht geänderter Intensität und Flächenausstattung auch möglich, indem Spezialprodukte erzeugt werden, darauf wird unter der Stategie "Erschließung alternativer Einkommensquellen" noch eingegangen. Intensitätssteigerung kommt in Frage, wenn bisher nicht im Punkt der optimalen speziellen Intensität gewirtschaftet wurde, ist dies bereits der Fall, bedeutet eine Intensitätssteigerung allerdings eine Verschwendung von Ressourcen, die nicht nur in ökonomischer Hinsicht, sondern vor allem auch in ökologischer Hinsicht bedenklich ist. Eine Betriebsvergrößerung ist notwendig, wenn freie Nutzungspotentiale vorhanden sind oder durch vorstehend genannte Maßnahmen zur Senkung der Arbeitseredigungskosten geschaffen werden können.

Die Strategie "Erhöhung des Wertschöpfungsanteils" hat zum Ziel, bisher Dritten überlassene Teile der Wertschöpfung in der Kette von der Urproduktion zum verbrauchsfertigen Produkt, im eigenen Betrieb zu halten.

Durch entsprechend große Partien (evtl. auch durch Kooperation erreichbar) bestehen Möglichkeiten, Handelsstufen zu umgehen (Bezug direkt vom Hersteller). Größere Partien im Ein- und Verkauf können aber auch auf der gleichen Handelsstufe Vorteile bringen, wenn beispielsweise Bahnwaggons oder LKW's bis an die Kapazitätsgrenze ausgelastet werden, sinken die Stückkosten für den Transport genauso wie die Auftragsabwicklungs- bzw. Bestellausführungskosten pro Stück.

Lagerfähige Produkte können gelagert und/oder aufbereitet werden, zu nennen wäre etwa Saatguterzeugung und Kartoffelaufbereitung. Lagerhaltung erfordert eine gewisse Mindestgröße des Betriebs, auch hier bietet sich Kooperation an. Bei deregulierten Märkten kommt es zu stärkeren Preisschwankungen, ein Blick auf die Weltmarktpreise oder den Schweinemarkt bestätigt dies. Hier können die Spannen, die durch Lagerhaltung "mitgenommen" werden können, erheblich über den Lagerhaltungskosten liegen, sogar wenn die Lagerkapazitäten fremdfinanziert werden müssen. Die voraussichtliche Einführung einer Warenteminbörse(3) in Deutschland schafft weiteres Potential für Gewinnreserven, geschicktes agieren am Markt vorausgesetzt. Auf jeden Fall bieten sich dann durch Kontrakte (Futures) Möglichkeiten, eine mit mehr Sicherheit behaftete Preiskalkulation vornehmen zu können.

Die Nutzung eigener im Vergleich zu Lohnmaschinen wird um so vorzüglicher, je näher diese Maschinen an der Kapazitätsgrenze ausgelastet werden können. Dadurch lassen sich auch immer eher Maschinen nach dem Stand der Technik einsetzen, so daß weitere ökonomische Vorteile - etwa durch weniger Ernteverluste oder geringere Stückarbeitszeiten - realisiert werden können. Zur Kappung der Arbeitsspitzen ist es günstig, wenn fachkundige Saisonarbeitskräfte eingestellt werden können. Unter diesen Bedingungen kann der Kauf von Eigenmaschinen einem überbetrieblichen Maschineneinsatz überlegen sein, die Gewinnspanne des Lohnunternehmers verbliebe im eigenen Betrieb.

Schließlich bietet sich die Erschließung alternativer Einkommensquellen an. Die Herstellung von Spezialprodukten, wie kontrollierte Erzeugnisse, regionale Spezialitäten oder ökologischen Anbau, lassen im allgemeinen größere Gewinne als die Produktion von Standard- bzw. Marktotdnungsprodukten zu.

Durch Direktvermarktung oder Teilnahme an Markenprogrammen können, je nach betriebsindividuellen Gegebenheiten, teils erhebliche Gewinnpotentiale eröffnet werden. Diese werden um so ergiebiger sein, je mehr Produkte gemeinsam mit Diensten angeboten werden können (Urlaub auf dem ... Winzerhof, ... Reiterhof, ... Bauernhof, etc.).

Eine weitere Möglichkeit ist der Auf- oder Ausbau der tierischen Veredlung auf Eigenfutterbasis (vgl. WAGNER, 1993). Durch sinkende Getreidepreise stellt Eigenfutter eine Alternative zu importierten Substituten dar. Zusätzlich sind diese Importe mit Transportkosten belastet, eine Standortverlagerung der Veredlungsproduktion von den hafennahen zu den Getreidestandorten erscheint vorstellbar und aus ökologischen Gründen auch wünschenswert.

Eine veränderte Flächennutzung kommt nicht nur für die in der Abbildung angeführetn Golfplätze in Frage, hier sind auch landwirtschaftsnähere Nutzungen, etwa Industriepflanzen, anzuführen. Die betriebsindividuellen Gegebenheiten sind auch hier entscheidend.

Schließlich bleibt der Nebenerwerb, insbesondere wenn eine Expansion des Betriebes nicht in Frage kommt, oder die Aufgabe der Produktion.

Anpassung der speziellen Intensität vs. Anpassung der Organisationsintensität

Vielfach wird empfohlen, bei Rückgang der Produktpreise - auf diese Betrachtung soll sich im folgenden beschränkt werden, die gleichen Aussagen gelten aber auch bei einer Erhöhung der Faktorpreise - die spezielle Intensität zu reduzieren. Diese Empfehlungen sind um so richtiger, je ausgeprägter die unterliegende Produktionsfunktion dem Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs gehorcht. Eine Senkung der Produktpreise führt im Gegensatz dazu zu keinerlei Rücknahme der speziellen Intensität, wenn im Extremfall eine linear-limitationele Produktionsfunktion gilt.

Verschiedene Erkenntnisse sprechen dafür, daß die LIEBIG-Funktion als linear-limitationale Produktionsfunktion bei der Erklärung der Ertragsbildung unserer Kulturpflanzen und bei der Erklärung der Handlungsweise der Landwirte mehr Berücksichtigung finden sollte.

PARIS und KNAPP (1989) sehen zumindest keine Rechtfertigung dafür, eine Funktion mit Kurvenverlauf der LIEBIG-Funktion vorzuziehen: "The von Liebig response function provides a challenging interpretation of the agronomic relations between yield and nutrients. Although it is not likely the ultimate agronomic interpretation, it should not be summarily discarded as agricultural economists and agronomists have so often done." (PARIS und KNAPP 1989, S. 185)

Neben verschiedenen anderen Beiträgen zum Thema sei vor allem ein Beitrag von GRIMM, PARIS und WILLIAMS (1987) hervorgehoben. Die Autoren fanden in ihren Experimenten, daß die LIEBIG-Funktion Funktionen mit kurvenartigem Verlauf vorzuziehen ist.

Auch BERG (1994) geht davon aus, daß die LIEBIG-Funktion durchaus zur Erklärung des Phänomens der Ertragsbildung heranzuziehen ist. Er begründet dies im wesentlichen mit dem stochastischen Einfluß der Witterung.

Ebenso KUHLMANN (1992), der die LIEBIG-Funktion für den Aspekt der genetischen Variabilität innerhalb eines Kulturpflanzenbestandes rechtfertigt. KUHLMANNs Ansatz ist darüber hinaus in die Zukunft orientiert, wenn er feststellt, daß durch züchterische Erfolge die genetische Variabilität unserer Kulturpflanzen weiter zurückgehen wird und somit die LIEBIG-Funktion einen immer besseren Beitrag zur Erklärung des Phänomens der Ertragsbildung leisten wird (KUHLMANN 1992, S. 227).

Selbst wenn, allen Argumenten ungeachtet, das Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs als anzuwendende Regel für die Ertragsbildung angesehen wird, ist damit noch nicht geklärt, nach welchem Typ von Produktionsfunktion Landwirte tatsächlich handeln. Auch hier spricht einiges dafür, daß über die ertragsbildenden Maßnahmen eher vor dem Hintergrund der LIEBIG-Funktion als nach nach dem Gesetz des abnehmenden Ertragszuwachses entschieden wird (WAGNER, 1994a). Dafür sprechen auch empirische Befunde von FUCHS (1994), der in einer Befragung gefunden hat, daß über 70% der Landwirte für den Fall sinkender Produktpreise die spezielle Intensität nicht zurückführen werden.

Abbildung 2

Wenn also im Extremfall linear-limitationale Ertragsfunktionen gelten, stellen sich die Kosten-Leistungs-Verhältnisse für ein Produkt wie in Abbildung 2 gezeigt dar. Dort sind typische Leistungs- und Kostenverläufe dargestellt. Die Kosten lassen sich, wie weiter oben bereits ausgeführt, in ertragsunabhängige, also flächengebundene und ertragsabhängige Kosten unterteilen. Für die Summe dieser beiden Kostenarten steht die Kostenfunktion K. L0 und L1 bezeichnen die beiden Funktionsverläufe; L0 den Verlauf vor einer Reduktion des Produktpreises und L1 den Verlauf danach. Die Grundrente G als Leistungs-Kosten-Differenz sinkt bei Rücknahme des Produktpreises von G0 auf G1. Es ist unmittelbar ersichtlich, daß eine Reduktion der Intensität auf ein niedrigeres Niveau als xopt in beiden Fällen eine Reduktion der Grundrente nach sich ziehen würde. Die maximale Grundrente wird jeweils bei der vollen Ausschöpfung des Ertragspotentials erreicht, eine Senkung der Intensität ist somit unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll.

Anders verhält es sich mit der Organisationsintensität. Die Organisationsintensität als Ausdruck für die Produktionsstruktur eines Betriebes ist ein Maß für den Anteil intensiver Produktionsverfahren an der gesamten Produktionsstruktur; für Marktfruchtbetriebe also der Anteil der Intensivfrüchte an der Fruchtfolge.

Abbildung 3: Auswirkungen von Produktpreissenkungen auf die Grundrente von Produkten mit unterschiedlicher Intensität auf einem Standort

Zunächst soll die Betrachtung für einen speziellen Standort erfolgen. In Abbildung 3 sind zwei Produkte/Produktionsverfahren unterschiedlicher Intensität - Li für das intensive bzw. Le für das extensive Verfahren - mit ihren zugehörigen Kostenfunktionen dargestellt. Die Gesamtkosten K wurden wiederum in ertragsabhängige (Ku) und ertragsunabhängige Kosten disaggregiert, woraus sich die Gesamtkostenfunktionen Ki für des intensive und Ke für das extensive Verfahren ergeben. Das extensive Verfahren hat nur die Hälfte der Leistung des intensiven Verfahrens aber dafür auch um ein Drittel geringere ertragsunabhängige Kosten und auch nur 50% der ertragsabhängigen Kosten (die Steigung der Kostengeraden für die ertragsunabhängigen Kosten für das extensive Produktionsverfahren beträgt die Hälfte der Steigung der Geraden des intensiven Verfahrens). Es ergeben sich für beide Verfahren die Grundrenten Gi0 bzw. Ge0, wobei das intensive Verfahren im Punkt der optimalen speziellen Intensität xiopt eine höhere Grundrente erzielt als das extensive Verfahren. Erfolgt nun die gleiche Produktpreissenkung für beide Verfahren - hier beispielhaft um etwa 20% für beide Verfahren auf ein Niveau, daß die Grundrente des intensiven Verfahrens gerade Null wird (Gi = 0 = Gi1) - läßt sich mit dem extensiven Verfahren immer noch eine positive Grundrente Ge1 erzielen. Diese "Gesetzmäßigkeit" gilt, solange die Bedingung

erfüllt ist, das Leistungs-Kosten-Verhältnis des extensiven Verfahrens (Le/Ke) also günstiger (größer) ausfällt als das des intensiven Verfahrens (Li/Ki). Die Produktpreissenkung wirkt sich auf die ökonomische Vorzüglichkeit des intensiven Verfahrens also wesentlich stärker aus; das extensive Verfahren wird überlegen und in vermehrtem Umfang angebaut.

"Die daraus folgende Aussage, daß die Organisationsintensität der Betriebe mit sinkenden Produktpreisen zurückgehen wird, läßt sich bei den heute vorherrschenden Produktionsfunktionen verallgemeinern" (KUHLMANN, 1994, S.4).

Es sei nochmals hervorgehoben, daß es als Reaktion auf Preissenkungen nicht sinnvoll erscheint die spezielle Intensität einzelner Verfahren zurück zu nehmen, sondern die Zusammenstellung der Produktionsverfahren ganzer Betriebe zu weniger intensiven Verfahren tendiert.

Die bisherigen Ausführungen haben sich auf einen einzigen Standort bezogen. Die herausgearbeitete Schlußfolgerung läßt sich ebenso für verschiedene Standorte ableiten. Dazu dienen Abbildung 4 und Abbildung 5. In Abbildung 4 sind zunächst für vier verschiedene Standorte, die als Extrema der zahlreichen verschiedenen Abstufungsmöglichkeiten für Pflanzenstandorte angesehen werden können, die entsprechenden Produktionsfunktionen L1 bis L4 abgetragen. Die vier Kurvenverläufe lassen sich durch die Lage ihres "Knickpunktes" im Koordinatensystem beschreiben. Durch Multiplikation von Menge mit Preis entspricht der "Knickpunkt" der maximalen Leistung. L1 beschreibt somit einen Schlag mit hoher Faktoreffizienz und einem hohen Systempotential, L2 einen Schlag mit niedriger Faktoreffizienz aber hohem Systempotential, L3 steht für eine hohe Faktorverwertung gepaart mit einem niedrigen Systempotential und L4 schließlich für einen Schlag niedrigen Systempotentials und niedriger Faktoreffizienz. Das Systempotential als erreichbarer Maximalertrag eines Standortes ergibt sich u.a. aus dem genetischen Potential der angebauten Sorte und dem Potential der natürlichen Standortfaktoren, also beispielsweise aus Wärmesumme, Niederschlagsmenge und Feldkapazität. Die mögliche Schwankung der Steigungen der Funktionen (Faktoreffizienz) kann darauf zurückzuführen sein, daß bei Pflanzen genauso wie bei Tieren, - plakativ ausgedrückt - eine unterschiedliche "Futterverwertung" zwischen den Individuen bzw. Rassen festzustellen ist. Es scheint also Pflanzen bzw. Sorten zu geben, die das ihnen zur Verfügung stehende Stickstoffangebot besser verwerten als andere. KEYDEL hat diesen Sachverhalt für Kartoffeln und Weizen dokumentiert: "Bei den Kartoffeln kennt man innerhalb des Sortiments Unterschiede im Stickstoffbedürfnis der Sorten, ... da das Stickstoffbedürfnis der Sorten unter normalen Anbaubedingungen im Bereich zwischen 80-160 kgN/ha schwankt. Auch bei Weizen gibt es Anzeichen einer unterschiedlichen Stickstoffeffizienz der Sorten." (KEYDEL 1994, S.141) Ebenso scheint es bei Einzelpflanzen gleicher Sorten eine variable Beziehung zwischen N-Angebot und Ertrag zu geben. BAEUMER begründet dies mit Variationen in der Bodenstruktur: "... nimmt die Nährstoffmenge, die zur Produktion des Höchstertrages notwendig ist, mit steigender Güte der Bodenstruktur ab" (BAEUMER 1994, S.66). Dabei ist offensichtlich das Systempotential nicht beeinflußt, sondern es ist nur die Faktorverwertung betroffen.

Abbildung 4: Auswirkungen von Produktpreissenkungen auf die Grundrente von Produkten auf verschiedenen Standorten - Ausgangssituation -

Zurück zu Abbildung 4. Obwohl beispielsweise L1 und L2 (gilt auf niedrigerem Niveau auch für L3 und L4) die gleiche monetäre Leistung erbringen, so fallen doch für die Realisation der Leistungen Kosten in unterschiedlicher Höhe an, beispielsweise durch ein höheres, für die Produktion notwendiges N- bzw. Pflanzenschutzangebot. Dies wird durch den Verlauf - also die Steigung - der ertragsabhängigen Kosten K ersichtlich; zur Vereinfachung seien die ertragsunabhängigen Kosten auf allen Standorten gleich. Allein schon durch die unterschiedlichen ertragsabhängigen Kosten variieren auch die zu erzielenden Grundrenten. Sie nehmen von G1 nach G4 kontinuierlich ab. Dies stellt die Ausgangssituation vor einer Produktpreissenkung dar.

Abbildung 5: Auswirkungen von Produktpreissenkungen auf die Grundrente von Produkten auf verschiedenen Standorten - nach Preissenkung/ohne Prämie -

Abbildung 5 zeigt nun die Situation nach einer Produktpreissenkung. Sie bewirkt, daß die Steigung der linear-limitationalen Funktion kleiner wird. Die Preissenkung ist so gewählt, daß G2 gleich Null wird, das ist in diesem Fall eine Preissenkung um etwa 40%. Die Gewinnbeiträge werden geschmälert auf G1' bis G4'. Im Falle des Rückganges von G3 auf G3' und G4 auf G4' wird die Grundrente sogar negativ, die Kostenkurve K verläuft über den entsprechenden Leistungskurven. Damit scheiden diese beiden Standorte aus der Produktion aus, auf den anderen Standorten hingegen - angenommen eine Grundrente von Null wird noch als ausreichend angesehen - wird mit der gleichen Intensität weiter gewirtschaftet wie bisher.

Abbildung 6: Auswirkungen von Produktpreissenkungen auf die Grundrente von Produkten auf verschiedenen Standorten - nach Preissenkung/mit Prämie -

In Abbildung 6 schließlich ist gezeigt, wie sich die Situation unter heutigen Gesichtspunkten darstellt. Die Preissenkungen werden durch flächenbezogene Prämien wieder ausgeglichen. Die Prämie ist so gewählt, daß der Produzent auf der Funktion L3 die gleiche Grundrente erzielt, wie in der Ausgangssituation. Das Phänomen für die anderen Standorte ist bekannt: auf "guten" Standorten (L1 und L2) fällt die Grundrente (G1'' und G2'') niedriger aus als in der Ausgangssituation, auf weniger "guten" Standorten hingegen höher (G4'').

Wenn nun also von einer stärkeren Liberalisierung der GAP ausgegangen werden soll, sei es wegen der Erfüllung internationaler Wünsche im Rahmen zukünftiger GATT-Verhandlungen, sei es aus der Erkenntnis, daß die bisger ergriffenen Maßnahmen nicht genügen das GATT einzuhalten oder sei es aus tieferer Einsicht der agrarpolitisch Verantwortlichen, ergibt sich die Frage, wohin der Weg führen wird. Zur Veranschaulichung diene Abbildung 7.

Abbildung 7: Alternativen der Landnutzung bei sinkenden Produktpreisen (in Anlehnung an KUHLMANN, 1994)

Ausgehend von einer Region, in der die heutige Form der Landbewirtschaftung mit "Intensivem Akkerbau und Stallviehaltung" bezeichnet werden kann, könnte bei sinkenden Produktpreisen zunächst ein Wandel in Richtung auf Produktionsverfahren mit geringeren speziellen Intensitäten erfolgen. Wie bereits weiter oben erörtert, würde die Organisationsintensität der Region (der Betriebe) abnehmen. Die nächsten Stufen wären "Graslandwirtschaft mit Stall-/Weideviehhaltung" und schließlich "Range-Wirtschaft mit reiner Weidehaltung". Ist auch diese extensivste Form der Landbewirtschaftung nicht mehr ökonomisch tragber, fällt das Land brach. Diese Reihenfolge der Landnutzung wurde bereits von THÜNEN (1821) in Form seiner "Kreise" vorhergesagt, allerdings nicht für sinkende Produktpreise, sondern, was in der Konsequenz das gleiche ist, für steigende Transportkosten. Bei THÜNEN beherrschte wegen des damals höheren Stellenwertes des Holzes der Wald den zweiten Kreis, dies wäre unter heutigen Bedingungen nicht mehr der Fall. Dem Landbewirtschafter steht jederzeit die Möglichkeit offen, aus der landwirtschaftlichen Nutzung auszusteigen und nichtlandwirtschaftliche Alternativen zu erwägen, falls die betriebstypischen Gegebenheiten hierbei eine höhere Rendite versprechen.

Wird von einer Liberalisierung der künftigen Agrarpolitik ausgegangen, werden - je nach Grad der Liberalisierung - mehr oder weniger rasch Grenzstandorte freigesetzt. In diesen Fällen gilt es rasch zu handeln um dir jeweils günstigste Strategie zu wählen. Oftmals werden schnelle Entscheidungen gefragt sein, geht es etwa darum geht weitere Flächen zu pachten und vor allem um welchen Preis. Gut beraten ist, wer sich bereits im Vorfeld mit dem potentiellen Handlungsfeld auseinandersetzt.

Aus dem bisher gesagten läßt sich folgendes ableiten:

Literaturverzeichnis

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FUCHS, C., 1994: mündliche Mitteilung.

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KOESTER, U., 1994: EU-Agrarreform: Verträglichkeit mit ordnungspolitischen Grundsätzen und Weltagrarhandel - Ansätze einer Weiterentwicklung der Agrareform. Manuskript zum Referat, gehalten am 7.10.1994 auf der 35.Jahrestagung der GEWISOLA in Hohenheim.

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PAHMEYER, L., 1994: Verwaltungsaufwand durch die EU-Agrareform - betriebliche Reaktionsmöglichkeiten und Beratungsschwerpunkte. Manuskript zum Referat, gehalten am 6.10.1994 auf der 35.Jahrestagung der GEWISOLA in Hohenheim.

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THÜNEN, J.H.v., (1821): Der isolierte Staat. 2.Auflage, Jena.

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WAGNER, P., 1994a: Konsequenzen für die Projektion von Politikmaßnahmen bei Annahme unterschiedlicher Produktionsfunktionen.Manuskript zum Referat, gehalten am 6.10.1994 auf der 35.Jahrestagung der GEWISOLA in Hohenheim.

WAGNER, P., 1994b: Der landwirtschaftliche Markt in Hessen - wo geht der Weg hin? In: Tagungsband zum Fachsymposium "Können wir die heimischen Lebensmittelmärkte in Hessen sichern?" (Im Druck)

WILLER, H., 1993: Neuausrichtung der EG-Markt- und Preispolitik. In: Berichte über Landwirtschaft, Bd.71(3), 1993, S.341-368.


(1) Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre der Justus-Liebig Universität Gießen, Senckenbergstr. 3, 35390 Gießen. Tel.: 0641 7028340, Fax: 0641 7028353

(2) Die Wertschöpfung i.w.S. ist umfassender als der eigentliche Wertschöpfungsbegriff als Differenz von Produktionswert und Vorleistungen. Diese Definition würde beispielsweise bei einer Reduktion der Pacht- oder Finanzierungskosten die Höhe der Wertschöpfung unverändert lassen, da Pacht- und auch Fremdkapitalkosten nicht zu den Vorleistungen gezählt werden.

(3) Die Einführung einer Warenterminbörse in Deutschland kann als sicher gelten. Bereits am 26.11.1993 wurde auf Burg Warberg der Verein Warenterminbörse e.V. gegründet, um die Vorarbeiten zur Schaffung einer Warenterminbörse einzuleiten und zu koordinieren. Als voraussichtlicher Standort ist Hannover ins Auge gefaßt.